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Die neuen Häuser |
| Es zeigte sich schnell, dass
dringend neue Häuser gebraucht wurden. Man wollte auch verhindern, dass die Flussufer
wieder bebaut wurden. Die Frauen des Zentrums setzten sich mit Jaime und dem
Architekten Raimundo zusammen und entwarfen einen Projektplan für die
Erstellung von 42 neuen Häusern für die Familien, die nach dem Wirbelsturm am
dringendsten darauf angewiesen waren. Die Kommune stellte Baugelände zur
Verfügung. Raimundo plante die Häuser so, dass jedes für etwa 2.000,- US$
gebaut werden konnte, wenn die Familien sich mit Eigenleistung beteiligen. |
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Aus
dem Fluss wird Sand geholt |
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und zur Baustelle gefahren |
| Jetzt, ein Jahr später, stehen
die ersten Häuser bereits und die Familien sind eingezogen. Der überwiegende
Teil der Häuser ist an alleinstehende Frauen mit mindestens drei Kindern
gegangen. Den Besitztitel erhalten übrigens immer die Frauen, auch wenn sie mit
einem Partner zusammenleben. |
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| Einige
der im Ort verteilten neuen Häuser (Die Bilder in groß als Dia-Show.
Vorsicht, lange Ladezeit!) |
Die meisten der fertigen Häuser
stehen bisher verteilt im Ort. Daneben ist aber auch ein großes Gelände am
Rande des Ortes ausgewiesen worden, auf dem eine neue Siedlung entstehen soll.
Die Frauen planen, auf diesem Gelände auch einen kleinen Park mit
Gemeinschaftseinrichtungen zu bauen. Sie träumen von einem Kulturhaus, von
Sportstätten.
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Hier entsteht die neue
"Parksiedlung" |
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Es ist nicht zufällig, dass die
erste "Einrichtung", die bereits begonnen wurde, ein Friedhof ist:
dort liegen zwei der Jugendlichen begraben, die im Fluss umgekommen sind. Es ist
übrigens der einzige "öffentliche" Friedhof des Ortes. Der Friedhof
an der katholischen Kirche wird gerade im Auftrag des örtlichen Pfarrers
planiert: einige Grabstätten dort beherbergen Leute aus dem Ort, die im
Bürgerkrieg auf der Seite der Sandinisten gestanden haben. Der Pfarrer ist
Parteigänger der regierenden Wirtschafts-Liberalen und will sich offenbar noch
an den Toten rächen. Er wird zitiert mit den Worten: "Wenn ihr eure Leute
nicht selbst da wegholt, lasse ich sie mit dem Caterpillar in den Fluss
schieben." Er ist ein Freund des nicaraguanischen Bischofs Obando y Bravo.